Lean Engineering | Lean Design: Innovative Produkte wirtschaftlich herstellen

Lean Design | Lean Engineering | Innovative Produkte wirtschaftlich herstellen

Ein zentrales Ziel aller Unternehmen ist es, innovative Produkte wirtschaftlich herzustellen. Mit den innovativen, zukünftigen Produkten und deren erwarteten Gewinne wird die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen über einen längeren Zeitraum bestimmt. Im Umfeld innovativer Produkte werden dabei beträchtliche Geldsummen investiert und fixiert. Neben der strategischen Bedeutung für die mittelfristige Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sind es vor allem die in die Hand genommenen Investitionsbeträge, die die geplanten Ergebnisse sicher und termingerecht erreichen müssen.

In aller Regel existieren rigide Formalismen und Freigabeprozesse, um die Wirtschaftlichkeit und die Projektrisiken über Investitionsanträge (CapEx, ROI-Berechnungen, etc) und über Qualitätsmanagement (Quality Gates, Toll Gates) bzw. Projektmanagement zu managen.

Die erlebte Realität zeigt:

  • trotz eingehaltener Formalismen (z.B. Investanträge, CapEx),
  • trotz eingehaltenen Freigabeprozessen,
  • trotz eingehaltener Projektmanagement- und Engineering-Standards und
  • trotz beträchtlicher Personalkosten und Überstundenkonten im Projektteam

zu häufig ein anderes Bild:

  • Einsparziele (die budgetierten, geplanten Saving-Ziele) werden nicht erreicht
  • Projekttermine werden deutlich überschritten
  • Es wurde an der falschen Stelle rationalisiert, automatisiert, technisiert
  • Es wurde mit falschen Lösungskonzepten gearbeitet
  • Projektrisiken wurden fundamental falsch eingeschätzt
  • Die installierten Lösungen haben einen beträchtlichen Mehraufwand zur Folge (ungeplante Kosten in der Betriebsphase)
  • Probleme der Vergangenheit werden im neuen Projekt wiederholt
  • Die Übergabe der Lösung in die Betriebsphase (SOP) erfolgt nicht solide und erfordert eine beträchtliche Nachoptimierung (z.B. vielfach mit Kaizen / Lean Management)
  • Insgesamt werden ROI, Zielkosten, die geplante Wirtschaftlichkeit nicht erreicht

Unsere Unterstützungsleistungen (im Sinne von Engineering, Beratung, Projektbegleitung):

  1. Lean Engineering / Lean Design
  2. Projektmanagement
  3. Beherrschung von Komplexität / Komplexitätsmanagement

Was sind die Ursachen für fehlende Wirtschaftlichkeit?

Die Ursachen für o.g. Situation sind vielfältig. Im einfachsten Fall liegt es daran, dass o.b. Projektmanagement-Standards, Engineering-Standards nicht vorliegen. Dies ist aber im Rahmen der bestehenden Qualitätsmanagementdirektiven (DIN/ISO9000ff, TS16949, etc.) eher die Ausnahme. Wir unterscheiden im Wesentlichen in 3 Handlungsfelder:

1.    Das Denken in komplexen, komplizierten, isolierten technischen Lösungen
•    klassische Überautomatisierung, Over-Engineering: „wir sind Entwickler, Konstrukteure, Ingenieure“
•    fehlender Blick über den Tellerrand, „not-invented-here“-Syndrom: „die Lösung muss von uns entwickelt werden, damit es gut wird…“
•    Hammer-Nagel-Dilemma: „wenn das einzige Werkzeug, das man kennt ein Hammer ist, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus…“);
i.    z.B. der Automations-Spezialist denkt bei Handlings in „Roboter“, der Fördertechnikspezialist denkt bei Materialtransporten in automatisierter Fördertechnik
•    Fehlende Vereinfachung und Stabilisierung vor der Automatisierung (Automatisierung / Technik oder IT)
i.    z.B. die automatisierte Anlage hat nun eine doppelte Kapazität, - zur Bestückung der Anlage sind allerdings ungeplante „Vorarbeiten“, und „ungeplanter Mehraufwand“ zur Teilevorbereitung erforderlich
ii.    z.B. die neue Thermoumformanlage hat nun eine dreifache Kapazität, - „wir brauchen nun mehr Platz, um die zusätzlich produzierten Teile unterzubringen, der nachgelagerte Bereich ist einfach zu langsam…“

2.    Das Denken in Genialität und Abhängigkeit von technischen Spezialisten („die Experten“)
•    „Genies beherrschen das Chaos“:
i.    z.B. Unantastbarkeit einzelner Experten auf Grund von technologischen Durchbrüchen, exzellenten Projekterfolgen, allerdings in der Vergangenheit
•    „Projektmanagement-Standards sind für Anfänger“: Projektmanagement-Standards nicht vorhanden oder teilweise nicht verbindlich
•    „Die Hoffnung stirbt zuletzt“: Erkennen von Kostenüberschreitungen, Terminüberschreitungen, veränderte Lage- und Risikobeurteilungen erst zum Ende des Projektes

3.    Fehlendes Wissen zum Durchleuchten, Verstehen, Beherrschen komplexer Zusammenhänge
•    „Projektmanagement-Standards sind für Anfänger“: Projektmanagement-Standards nicht vorhanden oder teilweise nicht verbindlich
•    „KVP, Lean und Six Sigma machen wir doch schon immer…“: Unkenntnis oder fehlerhafte, unsachgemäße Anwendung statistischer und methodischer Verfahren (DFSS, DoE, Six Sigma, etc)
•    „Schätzungen und Erfahrungen“: Fehlende Zahlen, Daten, Fakten, fehlender Lösungskoffer für komplizierte mathematische Zusammenhänge, mathematische Defizite (Statistik, Kennzahlen, Berechnungen).

Wir kennen die Praxis und daher können wir auch zu Lösungen beitragen

Wir sind selbst Ingenieure und daher kennen wir o.g. Facetten aus dem eigenen Denken, Handeln und auch aus eigenen Projekten.

Wir sehen unsere Lösungsbausteine nicht als Fundamentalkritik sondern stehen als „Sparring-Partner“ zur Verfügung, das eigene Denken und Handeln zu reflektieren und daraus noch bessere Lösungen, Prozesse und Verfahren für das eigene Unternehmen zu entwickeln.

Wir bringen dabei eine Vielzahl von Lösungsbausteinen und eine jahrzehntelange Erfahrung ein.

Vor unseren Lösungsvorschlägen steht immer eine IST-Analyse. Unsere Beratungs- und Engineeringleistungen umfassen dann (projektunterstützend, projektbegleitend) umfangreiche Bausteine und Facetten.

 

Handlungsfelder / Unterstützungsbedarf    | Unsere Lösungsbausteine
0.    Vor der Lösung, dem Lösungsvorschlag muss ein exaktes Verständnis des Problems, der Ausgangslage vorhanden sein

Strukturierte Aufnahme (IST-Analyse):
•    Rollen und Verantwortlichkeiten in der Organisation
•    IST-Prozesse, Freigabeprozesse
•    QM-Standards und Prozesslandschaft
•    Engineering- Standards
•    Projektmanagement-Standards
•    Kenntnis- und Wissensstand in der Organisation
•    Produkt und Prozess
•    Aktuelle Projekte und das Management der aktuellen Projekte

Handlungsfeld 1.    Das Denken in komplexen, komplizierten, isolierten technischen Lösungen   

 

Unsere Lösungsbausteine: Lean Engineering / Lean Design:


•    Engpassanalyse, Engpassberechnung
•    Low-cost automation (LCA)
•    DFM, DFA, DFSS, Design for Lean, DFx
•    Gesamtbetrachtung der Prozesse (Anfang bis Ende Prozessanalyse)
•    FMEA
•    Technische Hilfsmittel für Materialflussgestaltung, Behälterplanung, Arbeitsplatzgestaltung, etc.
•    Lean Thinking, KISS
•    Gemeinschaftliche Workshops der Fachbereiche (Entwicklung, Konstruktion, Betrieb, Logistik, etc.)
•    Cardboard-Engineering, Mockups
•    3P-Workshops
•    Wertstromanalyse, Wertstromdesign
•    Top-Down, Bottom-Up Analyse
•    Stress-Tests, Lean Check, Six Sigma Check, etc.
•    Mitarbeiter-Einbindung, etc.

 

Handlungsfeld 2.    Das Denken in Genialität und Abhängigkeit von technischen Spezialisten („die Experten“)   

Unsere Lösungsbausteine: Projektmanagement und Projektteams

•    Modularisierung, Standardisierung, Baukasten
•    Projektmanagement (Motivation, Definition, Bausteine, Methoden, Praxis)
•    Quality Gates, Toll Gates, Checklisten
•    DFM, DFA, DFSS, Design for Lean, DFx
•    Visuelles Management, War rooms, Projektraum
•    Multi-Projektmanagement
•    A3
•    Risiko-Management
•    Poka Yoke, Error Proofing, Failure Proof
•    Gemeinschaftliche Workshops der Fachbereiche (Entwicklung, Konstruktion, Betrieb, Logistik, etc.)
•    Cardboard-Engineering, Mockups
•    Mitarbeiter-Einbindung, etc.

 

Handlungsfeld 3.    Fehlendes Wissen zum Durchleuchten, Verstehen, Beherrschen komplexer Zusammenhänge   

 

Unsere Lösungsbausteine: Beherrschung von Komplexität / Komplexitätsmanagement

•    Six Sigma, DFSS, DoE
•    Projektmanagement (Motivation, Definition, Bausteine, Methoden, Praxis)
•    Quality Gates, Toll Gates, Checklisten
•    DFM, DFA, DFSS, Design for Lean, DFx
•    Visuelles Management, War rooms, Projektraum
•    Multi-Projektmanagement, Project Charters
•    Simulationsmodelle, Simulation von Fabriken / Betrieben, Fabriksimulation, Prozessen, Kanban-Dimensionierung, Lager-Dimensionierung, SCM-Simulation, Lagersimulation, etc.
•    Kennzahlen, Kennzahlenberechnung, OEE, Zykluszeit, Bearbeitungszeit, Durchlaufzeit, EPEI, etc.
•    Engpassmodelle, Kapazitätsmodelle, Produktivitätsmodelle, ROI-Modelle
•    Mitarbeiter-Einbindung, etc.